Audio-Visual.Digital
Sharing Multimodal Data. Eine BUA-Infrastruktur für audiovisuelle Forschungsdaten in den Geistes- und Sozialwissenschaften
In dem Projekt "Sharing Multimodal Data" wird das von der Freien Universität entwickelte Interviewportal Oral-History.Digital gemeinsam mit Wissenschaftler*innen an Charité, Technischer Universität und Humboldt-Universität Berlin zu Audio-Visual.Digital, einer gemeinsamen BUA-Infrastruktur für audiovisuelle Forschungsdaten aus den Geistes- und Sozialwissenschaften, weiterentwickelt.
BeschreibungAudio-Visual.Digital (av.d) wird eine von allen Einrichtungen der Berlin University Alliance (BUA) nutzbare Infrastruktur, in der audiovisuelle Forschungsdaten aus den Geistes- und Sozialwissenschaften entsprechend den FAIR-Prinzipien gesichert, erschlossen, geteilt und nachgenutzt werden können. In dem für das Jahr 2026 von der BUA geförderten Projekt "Sharing Multimodal Data" entwickelt der Arbeitsbereich Digitale Interview-Sammlungen der Universitätsbibliothek der Freien Universität Berlin einen Prototypen, um den Bedarf an und die Machbarkeit einer solchen Plattform zu belegen.
Audio-Visual.Digital basiert auf der an der Freien Universität aufgebauten Forschungsdatenplattform Oral-History.Digital. Dort können Interviewprojekte aus der Oral History ihre Audio- und Video-Daten samt Begleitmaterialien hochladen und mit Werkzeugen für die automatische Transkription und thematische Verschlagwortung bearbeiten. Über eine differenzierte Nutzerverwaltung lassen sich Inhalte abhängig von Erschließungsstand und Rechtesituation feingranular zugänglich machen. Die Informationsinfrastruktur basiert auf Open-Source-Software; die Forschungsdaten werden sicher und datenschutzkonform gespeichert und bearbeitet.
In enger Abstimmung mit dem BUA-Projekt für Forschungsdatenmanagement CARDS und dem Digitalen Netzwerk Sammlungen wird diese Forschungs- und Rechercheumgebung nun für unterschiedliche Anwendungsszenarien der BUA-Einrichtungen erweitert. Zunächst wird in den Institutionen über das Projekt informiert, werden relevante Bestände, datenspezifische Anforderungen und institutionsspezifische Workflows ermittelt sowie Pilotprojekte initiiert.
Zur Verbesserung der technischen Anschlussfähigkeit wird die Software von oh.d für unterschiedliche Anforderungen erweitert und als neue Instanz aufgesetzt. Eine spätere Integration in den BUA Shared Services Catalog und den BUA Data Space wird vorbereitet.
Dazu arbeitet das Projektteam in drei Pilotprojekten mit Wissenschaftler*innen unterschiedlicher Disziplinen an Charité, TU und HU zusammen. Die im Umfang begrenzten Piloten fokussieren einerseits auf einzelne Anpassungen, die innerhalb eines kurzen Zeitrahmens umsetzbar sind, andererseits auf konzeptionelle Absprachen und Anforderungs-Spezifikationen als Grundlage für eine spätere, auch drittmittelgeförderte Weiterentwicklung. Die Piloten für die Medizingeschichte, die Videosoziologie und die Europäische Ethnologie sind komplementär angelegt und so konzipiert, dass sie die disziplinäre und institutionelle Reichweite der Infrastruktur insgesamt deutlich erweitern. Eine Ausweitung auf weitere Disziplinen wie die Semitistik wird im Projektverlauf geprüft. Geeignete Disseminationsmaßnahmen machen die Projektergebnisse im BUA-Rahmen und darüber hinaus bekannt.
Laufzeit und FörderungDie Berlin University Alliance (BUA) arbeitet für einen gemeinsamen innovativen Forschungsraum Berlin. Sie fördert dieses Projekt im Rahmen ihrer Objective 5 „Sharing Resources“ vom 1.1.2026 bis zum 31.12.2026.
Team:- Peter Kompiel, Tobias Kilgus, Herdis Kley, Jan Kühn, Dennis Mischke, Cord Pagenstecher, Doris Tausendfreund
Freie Universität Berlin
Universitätsbibliothek
Digitale Interview-Sammlungen
Projekt Audio-Visual.Digital
Garystr. 39
14195 Berlin
Web: https://audio-visual.digital
Mail: mail@audio-visual.digital

