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Freie Universität Berlin stärkt ihr Engagement für Nachhaltigkeit

Hochschule richtet internen Klimaschutzfonds ein und festigt damit ihr Nachhaltigkeitsengagement.

Nr. 067/2026 vom 08.06.2026

Das Präsidium der Freien Universität Berlin hat beschlossen, mit Start zum 1. Januar 2026 einen internen Klimaschutzfonds einzurichten. Künftig werden die CO₂-Emissionen der Universitätsmitglieder aus Campusbetrieb, Papierverbrauch und Dienstreisen mit einem Preis in Höhe von 30 Euro pro Tonne CO₂ belegt. Aus dem Klimaschutzfonds werden dann neue Ideen und Initiativen von Universitätsmitgliedern sowie klimafreundliche und biodiversitätsfördernde Maßnahmen für Gebäude und Campus gefördert – und zwar nur solche Maßnahmen, die nicht ohnehin gesetzlich vorgeschrieben sind. Dieses Kriterium der Zusätzlichkeit stärkt die Klimaschutzaktivitäten der Universität und macht sie zukunftsfähig.

Blühende Wiesen auf dem Campus der Freien Universität Berlin

Blühende Wiesen auf dem Campus der Freien Universität Berlin
Bildquelle: Bernhard Wannenmacher

Zu dem neuen Klimaschutzfonds erklärt Prof. Dr. Günter M. Ziegler, Präsident der Freien Universität Berlin: „Klimaschutz und Biodiversität haben für uns weiter Priorität, auch wenn uns das in Zeiten von Sparhaushalten nicht leicht gemacht wird. Auch und gerade, weil wir das besondere Engagement von Studierenden und Beschäftigten in diesem Handlungsfeld kennen und schätzen und fördern wollen, halten wir daran fest: Jede Tonne CO2, die wir verbrauchen, ist eine Tonne zu viel. Mit dem Klimaschutzfonds setzen wir ein Zeichen und laden alle ein, diese Zukunftsaufgaben gemeinsam anzupacken. Unsere bisherigen Energieeinsparungen sind bereits ein signifikanter Erfolg – nicht nur für das Klima. Durch gezielte Aktivitäten im Bereich Energieeffizienz haben wir den Energieverbrauch der Universität seit dem Jahr 2001 um 32 Prozent reduziert. Ohne diese Einsparungen wäre unsere Energierechnung im letzten Jahr 7,5 Mio. Euro höher ausgefallen. Mittel, die wir aufgrund der momentanen Haushaltssituation dringend benötigen.“

Klimaschutz und Biodiversität bleiben für die Freie Universität Berlin entscheidende Aspekte für nachhaltiges Forschen und Lehren sowie im Campusbetrieb. Diesen Anspruch machte die Universität bereits 2016 im Nachhaltigkeitsleitbild und 2019 in der Klimanotstandserklärung deutlich. Die Freie Universität ist eine von wenigen Hochschulen in Deutschland, die regelmäßige Nachhaltigkeitsberichte, Umwelterklärungen und SDG-Reports publiziert und deren Umweltmanagement nach dem europäischen Gütesiegel EMAS zertifiziert ist.

In den letzten zweieinhalb Jahrzehnten wurden die CO2-Emissionen der Universität durch gezielte Maßnahmen erheblich gesenkt. Für die Jahre ab 2026 werden dennoch CO2-Emissionen in einer Größenordnung von etwa 9.000 Tonnen erwartet. Legt man diese Zahl zugrunde, wird die Freie Universität ab 2026 mit dem neuen universitätsinternen Klimaschutzfonds jährlich etwa 270.000 Euro in ihre Zukunftsfähigkeit investieren: Finanziert werden sollen unter anderem Projekte in den Bereichen Campus-Infrastruktur, Biodiversität, nachhaltige Mobilität sowie Bildung und partizipative Nachhaltigkeit.

Eine bereichsübergreifend zusammengesetzte Arbeitsgruppe wird künftig auf der Grundlage transparenter Kriterien anspruchsvolle Projekte identifizieren, die im Rahmen des Klimaschutzfonds unterstützt werden. (fk)

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